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Magnetpulverprüfung


Die Magnetpulverprüfung ist ein Verfahren zum Nachweis von Rissen in oder nah der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe. Bei der Prüfung wird das Werkstück je nach Größe ganz oder teilweise magnetisiert. Die dadurch entstehenden Feldlinien verlaufen parallel zur Oberfläche. Risse und oberflächennahe Fehlstellen, die quer zu den Feldlinien liegen, erzeugen ein magnetisches Streufeld (siehe nachfolgende Abbildung)

 

(Abb. 1)

 

Die Feldlinien treten dabei vor der Fehlstelle aus und danach wieder in das Material ein, wobei Magnetpole entstehen. Werden nun Eisenpartikel auf der Oberfläche verteilt, so sammeln sich diese an der Fehlstelle bzw. an den Feldlinien des Streufeldes.


Parallel zu den Feldlinien verlaufende (Abb. 1) und unterhalb der Oberfläche liegende Fehlstellen können nicht nachgewiesen werden.

 

Einsatzbereich

Das Magnetpulververfahren eignet sich besonders für die Erkennung von Oberflächenfehlern bei komplexen funktions- und sicherheitskritischen Stahl- bzw. Gusseisenbauteilen mit unregelmäßiger Geometrie.

 

Normen

DIN EN 473 Ausbildung und Qualifizierung von Personal
DIN EN ISO 9934-1 Magnetpulverprüfung; Allg.Grundlagen
DIN EN ISO 9934-2 Magnetpulverprüfung; Prüfmittel
DIN EN ISO 9934-3 Magnetpulverprüfung; Geräte
DIN EN ISO 30 59 MT und PT-Prüfungen; Betrachtungsbedingungen
DIN EN 1290 MT-Prüfung von Schweißverbindungen
DIN 54 130 Magnetische Streuflussverfahren